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Testberichte

VDSL-Modems von KraftCom im Test

Kein LAN-Kabel verlegt. WLAN funktioniert nicht.
VDSL könnte die Alternative sein. Die Modems der Firma KraftCom überbrücken bis zu 1500 Meter mit Telefonkabel.
Mirko Kulpa, 18.01.2004

Grundlagen VDSL

VDSL steht für Very High Data Rate Digital Subscriber Line. VDSL ermöglicht die Datenübertragung über Telefonleitungen bis zu 1,5 Kilometer Länge. Die Leitung kann dabei gleichzeitig noch für analoge (POTS) oder digitale (ISDN) Telefonie genutzt werden. VDSL ermöglicht Übertragungsraten bis zu 15 MBit/s Fullduplex. Ein möglicher Einsatzzweck von VDSL ist die Überbrückung der letzen Meile in OPAL-Netzen. Aber auch auf Firmengeländen und in Wohnhäusern kann VDSL sinnvoll eingesetzt werden. VDSL wird mitunter auch als LRE (Long Range Ethernet) bezeichnet.

TelNET von KraftCom

Die Oberostendorfer Firma KraftCom bietet unter dem Namen TelNET einige VDSL-Produkte an. Für diesen Test standen mir je ein TelNET-VDSL Master TV-C1 und ein TelNET-VDSL Client TV-E1 zur Verfügung. Die Geräte haben jeweils einen Ethernet-Port und einen VDSL-Port. Die LAN-Anschlüsse unterstützen Autonegotiation für 10/100 MBit/s. Für größere Installationen gibt es die VDSL-Server TV-S8 und TV-S24 mit 8 bzw. 24 VDSL-Ports. Die Handbücher liegen als PDF-File auf Disketten bei.

Foto des Modems

Die mögliche Übertragungsrate hängt von der Länge des Leitung ab. Die maximale Datenrate von 15 MBit/s wird bis zu einer Leitungslänge von 1000 Metern erreicht. Bei 1,9 Kilometern ist nur noch eine asymetrische Übertragung mit 4 MBit/s bzw. 1 MBit/s möglich.

Leitungslänge
[Meter]
Übertragungsrate
[MBit/s]
Leitungsbandbreite
[MBit/s]
1000 15 16,67
1200 10 12,5
1500 5 6,25
1900 4/1 4,17/1,56

Installation

Die Modems sind nur wenig größer als eine 3,5-Zoll-Diskette und verfügen über ein robustes Metallgehäuse. Die Stromversorgung erfolgt über ein kleines Steckernetzteil. Zum Aufbau einer Verbindung sind ein Master (Concentrator) und ein Client (CPE) erforderlich. Der Durchmesser der Telefonleitung sollte nicht kleiner als 0,4 Millimeter sein (maximal AWG 26). Der Anschluss an die Modems erfolgt über RJ11-Stecker.

Foto des Modems

Die Verbindung über die VDSL-Modems arbeitet Vollduplex und ist protokolltransparent. Die getesteten Geräten verfügen über einen internen Splitter. Dadurch kann das Telefonkabel gleichzeitig für Telefonie (ISDN oder POTS) und VDSL genutzt werden. Für die Endgeräte verfügen die Modems über eine RJ11-Buchse. Für den Anschluss von ISDN-Telefonen wird also ein Adapter von RJ45 auf RJ11 benötigt. Der Interfacestatus wird am Modem durch jeweils eine LED angezeigt. Bei Auslieferung sind die Modems auf 10 MBit/s eingestellt. Für die Konfiguration hat der Master eine zusätzliche RJ45-Buchse mit einer RS232-Schnittstelle. Über ein kleines Windowsprogramm könnnen alle Einstellungen vorgenommen werden.

Konfigurationsprogramm unter Windows

Konfigurationsprogramm unter Windows

Über das Programm werden das lokale und das entfernte Modem konfiguriert. Die aktuelle Konfiguration kann in eine ASCII-Datei gesichert werden. Über das Tool kann sich der Administrator auch den Status der VDSL-Verbindung und einige Statistiken für die Ethernet-Interface anzeigen lassen.

Fazit

VDSL ist eine interessante Technologie für die Datenübertragung über eine bestehende Telefonverkabelung. Die erreichbaren Datenraten sind für viele Anwendungen vollkommen ausreichend. Die Produktreihe TelNET von KraftCom bietet einfache Installation und einen problemlosen Betrieb. Leider ist das Konfigurationsprogramm nur für Windows verfügbar.

Die VDSL-Modems können direkt von KraftCom bezogen werden. Der Preis für die hier getestete Kombination aus Master und Client liegt bei 188 Euro netto.

Die Testexemplare wurden mir freundlicherweise von KraftCom zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für die Unterstützung.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen finden Sie unter folgenden Links:

 

 
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aktualisiert am 22.03.2012