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Kategorie Netzwerktechnik - Forum Internetzugang

 
Kostengünstige Standleitung?

geschrieben am 04.05.2009 um 21:13 von neuland14

Möchte gerne zwei Standorte günstig verkabeln.

Nun ist meine Idee, zweimal Kabel-BW mit 32 MBit Down + 2,5 MBit Upload.

Entspricht dies dann einer 2,5 MBit Standleitung oder gibt es noch andere Faktoren zu beachten?
 

geschrieben am 04.05.2009 um 21:50 von Mirko

Die Laufzeiten über 2 x Kabelinternet könnten etwas länger sein als bei einer echten "Standleitung". Die Verfügbarkeit bzw. Stabilität könnte ebenfalls ein Problem darstellen.

Mirko
 

geschrieben am 05.05.2009 um 08:51 von Otaku19

und du musst dich um die Absicherung kümmern....eine Standleitung ist eher Frame Relay,FroATM oder reines ATM. Darüber kann man auch eine Point to Point Anbindung bekommen, wobei es auch hier kein Fehler sein kann seinen traffic zu verschlüsseln.
Evtl. gibts auch die Möglichkeit über Kabel-BW ein VPN zu bekommen ? also das du ein eigenes VRF dort bekommst wo nur deine Standorte drin sind.
 

geschrieben am 05.05.2009 um 16:34 von bewa

Re: Kostengünstige Standleitung?

"neuland14" wrote:
Möchte gerne zwei Standorte günstig verkabeln.


Welche Ausfallsicherheit bzw. zugesicherte Uptime brauchst du mindestens? Wie gut müssen die Antwortzeiten sein? Welche Reaktionszeiten seitens des Supports sind für dich akzeptabel? Gibt es Anforderungen an das Monitoring, Statistik etc.? Muss die Datenübertragung verschlüsselt sein? (Kann man alles selbst machen - dann braucht man aber auch das KnowHow...)

Quote:
Nun ist meine Idee, zweimal Kabel-BW mit 32 MBit Down + 2,5 MBit Upload.


Ist eine Möglichkeit, wenn auch eine der Low-Cost-Lösungen. Wenn das die einzige Anbindung sein sollte und diese geschäftskritisch ist: Es ist meistens keine gute Idee, nur auf ein Medium und in diesem Fall vermutlich auch eine Kabelführung zu setzen... Ein sauber aufgesetztes VPN mit Verschlüsselung wäre dann übrigens auch keine schlechte Idee...

Quote:

Entspricht dies dann einer 2,5 MBit Standleitung oder gibt es noch andere Faktoren zu beachten?


Die Frage kann man so pauschal nicht beantworten. Die beiden Leitungen mit einem entsprechenden Router/Routing zu bündeln ergibt effektiv sicher mehr als 2,5 MBit/s, da ja schon die einzelne Übertragungsrate im Upstream gleich ist. Ob das Sinn macht, hängt aber noch von zig anderen Faktoren ab - wie z.B. die schon gestellten Fragen oder wie von Mirko angemerkt Latenzzeiten und Verfügbarkeit.

Dazu ein kleines Beispiel: Einige DSL-Anbieter garantieren für Standard-DSL nur 98% Verfügbarkeit. Das bedeutet 0,02*365T = 7,3 Tage im Jahr "erlaubten" Ausfall, ohne das der Anbieter den Vertrag bricht. Mögliche Ausfälle des Routers, Proxies, etc. können dann mit etwas Pech noch dazu kommen...

Beschreib' doch bitte erstmal, was du vor hast und wie die Anforderungen sind.
 

geschrieben am 08.05.2009 um 14:58 von neuland14

Hallo Otaku19,

was bedeutet die Abkürzung VRF ?

Danke für die Antwort!
 

geschrieben am 08.05.2009 um 15:08 von neuland14

Erstmal Danke für euere Antworten!

Quote:
Beschreib' doch bitte erstmal, was du vor hast und wie die Anforderungen sind.


Also es sollen zwei Arztpraxen verbunden werden. Die Praxis nutzt eine Software die auf eine SQL Datenbank zugreift. Und eine Software für Röntgenbilder die auf dem Server abgelegt werden und von jedem AP wieder geöffnet werden.

Es gibt nun zwei Möglichkeiten, entwerden die Software ganz normal über das Netzlaufwerk zu starten und dann sind bestimmt auch die Laufzeiten wichtig damit es keine Timeouts gibt. Die zweite Möglichkeit wär über das RDP Protokoll. Natürlich ist mir klar das es über ein VPN gesichert werden muss und somit der Vorteil einer Point zu Point verbindung dahin ist. Nur ich denke wer kann sich eine Standleitung über 30 Km Leisten?
 

geschrieben am 09.05.2009 um 08:36 von Mirko

Da würde ich auf Remote Desktop setzen. Das ist auf jeden Fall robuster als irgendeine Branchensoftware über Internet mit VPN.

Die Stabilität von Kabelinternet hängt sehr stark von den lokalen Gegebenheiten ab. Leitungslängen, Kabelqualitäten und die Anzahl der Nutzer am selben Segment machen sich hier bemerkbar.

Ich würde mir mal ein paar Angebote für die Verbindung der beiden Praxen durch Provider erstellen lassen. Die Kosten werden sicher höher sein als 2 x Kabel, aber vielleicht gibt es einen lokalen Anbieter mit sinnvollen SLAs und Kosten.

Mirko
 

geschrieben am 09.05.2009 um 12:21 von bewa

Ein VRF ist ein Virtual Routing and Forwarding Interface. Stell' dir die Funktion vereinfacht gesagt so vor, als ob du einen eigenen virtuellen Router bekommst, ähnlich einem virtualisierten Server. Eine solche Lösung ist nicht unüblich, aber auch nicht gerade spottbillig.

Quote:
Also es sollen zwei Arztpraxen verbunden werden. Die Praxis nutzt eine Software die auf eine SQL Datenbank zugreift. Und eine Software für Röntgenbilder die auf dem Server abgelegt werden und von jedem AP wieder geöffnet werden.


Da würde ich ähnlich wie Mirko auch zu RDP oder verwandten Protokollen tendieren. Dann kommst du auch mit eher geringen Bandbreiten aus, da die SQL-Daten nicht über die Leitungen müssen.
Entscheidend ist aber
- falls die Praxen einen Supportvertrag für die Software haben - welche Lösung supported der Hersteller? (Gegen RDP/VNC können sie eigentlich nix haben, aber wenn es um die Auswertung von Röntgenbildern etc. geht, muss die Lösung schon "wasserdicht" sein...)
- welche Ausfallzeiten sind tolerabel? Schau' dir vorher genau an, was dein Kabelanbieter dir garantiert. 98%?, 98,5?, 99%?

Quote:
Nur ich denke wer kann sich eine Standleitung über 30 Km Leisten?


Das wird schon teuer, richtig. Die nimmt man eben dann, wenn man es z.B. wegen Ausfallsicherheit, Zugriffsschutz oder garantierten Übertragungszeiten unbedingt braucht. Für eine RDP-Lösung bei ein paar Anwendern dürfte übrigens eine recht geringe Bandbreite reichen. Aber eben nur, wenn sonst nichts übertragen werden muss. Wieviele Anwender sind es denn (gleichzeitig)?
 

geschrieben am 11.05.2009 um 08:29 von Otaku19

wenn da patientendaten drübergehen gibt es genaue gesetzliche Regelungen wie die Daten verschlüsselt werden müssen.
Hier in Österreich müssten sie auch dann verschlüsselt werden wenn sie über ein nicht öffentliches Netz (so wie eben ein VRF) übertragen werden
 

geschrieben am 11.05.2009 um 13:50 von neuland14

Quote:
Wieviele Anwender sind es denn (gleichzeitig)?


Dies ist verschieden, da es sich hier mal um ein generelles Konzept geht.
Nun ich denke aber die Grenze liegt so bei 20 und der Regelfall so bei 8 - 10 gleichzeitigen zugriffen.


Danke für euere Antworten!
 

geschrieben am 13.05.2009 um 19:46 von bewa

"neuland14" wrote:

Dies ist verschieden, da es sich hier mal um ein generelles Konzept geht.
Nun ich denke aber die Grenze liegt so bei 20 und der Regelfall so bei 8 - 10 gleichzeitigen zugriffen.



Dann scheidet ein ISDN-BRI aus bzw. kommt nur als Fallback und/oder für die Wartung in Frage. (Und ein ISDN-PRI ist ggf. nicht mehr viel günstiger als eine "Standleitung".)

Also bleibt ein VPN über xDSL, HSxPA etc. Es gibt einige Router, die das Bündeln für "Laien" leichter machen, z.B. von Viprinet. Man muss sich dann vorher gründlich anschauen, ob die Ausfallzeiten, sonstige SLAs und die technischen Bedingungen (Latenz, Durchsatz, Management, Monitoring, etc.) akzeptabel sind. DANACH wählt man die verbliebene Lösung mit dem günstigsten Preis.

Da es um Patientendaten geht, sind wie von Otaku19 schon angemerkt auf jeden Fall Verschlüsselung angesagt - in der Regel IP-SEC. Das empfiehlt sich übrigens auch für eine "Standleitung" - alleine schon, falls das Provider mal Mist baut und Netze verbindet, die nie verbunden werden sollten bzw. es mit der Abschottung nicht so genau nimmt... Leider schon sehr oft gesehen...
 

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